Im Jahre 1919 haben mutige Mitglieder des GTV die Schwimmabteilung ins Leben gerufen. Die tragenden Säulen dieser Zeit waren Paul Rehkopf, Wilma Elsholz, Gerd Höffken und Fritz Baier.

Bis 1923 diente der neugegründeten Abteilung die „Alte Luneschleuse“ als Schwimmstätte, später war dann mit sechs Stunden wöchentlich die Nutzung des Marienbades möglich. Zwischen den Kriegen entwickelten sich die GTV – Schwim121mer zur leistungsfähigsten Mannschaft im Raum Bremen, Oldenburg, Osnabrück und Münster. Die Abteilung hatte immer mehr Ideen und Ziele:

So wurden die Weser - Stromschwimmen von Dedesdorf und Sandstedt bis zur Strandhalle Bremerhaven und die Weserüberquerung mit über 80 Teilnehmern veranstaltet.

Die Zerstörungen und Katastrophen des Zweiten Weltkrieges hinterließen nur noch Relikte einer ehemals bestehenden Schwimmabteilung. Am 21.08.1946 rief Paul Rehkopf zu einer Neugründung der Schwimmabteilung auf. Es bestand jetzt für die Schwimmabteilung des GTV dieselbe schwierige Ausgangslage wie vor 27 Jahren:

Die „Alte Luneschleuse“ musste wieder als Schwimmstätte dienen. In dieser schweren Zeit leisteten die Mitglieder unzählige freiwillige Arbeitsstunden zur Wiederherstellung der „Luneschleuse“ und zur Organisation des Schwimmsports im GTV.

Im Jahre 1956 erhielt der Schwimmsport im GTV durch die Eröffnung des Stadtbades einen großartigen Aufschwung. Durch zielbewusste Arbeit konnte der GTV in den späten 60er Jahren durch gute schwimmerische Leistungen von sich reden machen.

Am 15.2.1968 übergab dann Paul Rehkopf nach 49 Jahren (!) die Abteilungsleitung an Rolf Niemeyer, der in den folgenden Jahren seiner Amtszeit die Schwimmer in neue Wasser führte. So löste sich die GTV- Schwimmabteilung vom DTB, der sie seit ihrer Gründung angehörte und trat dem Deutschen - Schwimm - Verband (DSV) bei. Aufgrund der vielen Neuerungen wurde das 50jährige Bestehen nicht besonders hervorgehoben.

Neben dem Breitensport für jedermann, entwickelte sich auch eine sehr starke Leistungsriege. Verhandlungen mit dem TuS Bremerhaven 93 wurden aufgenommen, aus der am 15.5.1970 die Schwimm-Sport-Gemeinschaft Bremerhaven: SSGB entstand. Nach Beitritt des TuS 93 1974 zum OSC Bremerhaven wurde die SSGB in die Schwimmgemeinschaft SG OSC / GTV umbenannt.

Diese war schon bald nach ihrer Gründung im Landesschwimmverband unschlagbar und gehörte von Mitte der 70er bis Mitte der 80er Jahre zu den stärksten Mannschaften auf Landes -, Regional- und auch Bundesebene.

Die Schwimmsportgemeinschaft richtete von 1985 - 1999 in zweijährigem Zyklus das international geschätzte und gut besuchte „Schwimmfest um die Kogge der Seestadt Bremerhaven“ aus, für das von 1977 bis 1983 der OSC, trotz Organisation durch die SG, verantwortlich zeichnete. Einmal, in 1993, konnte die Kogge von der SG OSC / GTV in der Seestadt gehalten werden.

In 2002 hatte sich die erfolgreiche Schwimmgemeinschaft, SG OSC / GTV Bremerhaven nach 32 Jahren überlebt und wurde im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Dieser Schritt machte führte dazu, dass die Schwimmabteilung sich neu formierte und eine schlagkräftige Leistungsgruppe mit einem erfolgreichen breitensportlichem Unterbau schuf.

Mit der Nutzung des neuen Stadionbades im Jahre 1975 wurde das Stadtbad vom Trainingsbetrieb der Schwimmer entlastet und die GTV- Schwimmabteilung war wieder in der Lage, das Kunst- und Turmspringen in ihr Programm aufzunehmen. Schnell hat sich auch in dieser Sparte ein leistungsstarkes Team entwickelt, dass auf norddeutscher Ebene vordere Plätze belegten.

In den folgenden Jahren hat sich ebenso das Synchronschwimmen wie auch das Wasserball-Team neu manifestiert. Leider ließ in den 90er Jahren das Interesse an diesen Sparten nach, so dass das Synchronschwimmen & Wasserball eingestellt werden musste.

Mit der Schließung des Stadtbades 1986, das für die GTV - Schwimmabteilung einen dramatischen Eingriff und eine massive Bedrohung des Schwimmsports in Geestemünde bedeutete, kamen auch die Verhandlungen und das zähe Ringen um Trainingszeiten im Hallenbad Süd, dem heutigen Ruhebad Bad 2. Zum Jahresanfang 1987 erhielt die Schwimmabteilung montags neue Trainingszeiten im Hallenbad Süd in Geestemünde.

Ein dramatisches Ende bedeutete die Schließung des Stadbades für die Turmspringer: Sie waren ihres Übungsfeldes beraubt. Auch der Ersatz durch das Allwetterbad in Osterholz-Scharmbeck und dem Hallenbad Nord, dem heutigen Spaßbad Bad 1, in Leherheide konnte dieser Sparte leider nicht mehr helfen.

Nachdem Rolf Niemeyer beruflich für einige Jahre sein Amt an Klaus-Peter Berens übergeben hatte und dann für kurze Zeit wieder im Amt war, übernahm von Mitte der 80er bis Mitte der 90er Jahre Jens Schlüsing die Abteilungsführung. In diese Zeit fiel das 75jährige Jubiläum, das mit einem großen Programm gefeiert wurde. Ab Mitte der 90er Jahre wechselten die Abteilungsleiter häufiger, so waren jeweils nur für kurze Zeit Marco-Robitscheck, Petra Niemeyer-Ruth und Bärbel Beynio im Amt. Ende 2003 übernahm Gerold Schenk das Ruder der Abteilungsführung, welches er bis heute in den Händen hält.

Durch den Umbau des Hallenbad Süd im von 2000 bis Mai 2002 zum jetzigen Wellness Bad, Bad 2, fielen diese Trainingszeiten nun auch noch aus, und wir waren auf das Sportschwimmbad im Nordsee-Stadion und Schulzentrum Bürgerpark angewiesen indem übrigens seit Mitte der 70er Jahre verschiedene Gruppen trainieren, und zeitweise auch noch "Just for Fun" Wasserball gespielt wird.

Ein starker Einschnitt in das Training der Abteilung war der von Ostern bis November 2002 dauernde Umbau des in die Jahre gekommenen Sportbads im Nordseestadion zum Sportbad Bad 3. Da in dem Spaßbad, Bad 1, in Leherheide und in dem Ruhebad, Bad 2, in Geestemünde nicht mehr trainiert werden konnte, musste auf Alternativen ausgewichen werden.

Die Leistungsgruppe konnte ins Unibad nach Bremen ausweichen. Dieses aber nur begrenzt, da der weite Anfahrtsweg und nur wenig Wasserzeiten (2 x pro Woche) dagegen standen. Trotzdem wurde diese Gelegenheit sehr gerne wahrgenommen.

Die Breitensportgruppen verteilten sich auf die Schulbäder des Schulzentrums Carl von Ossietsky und dem Bad der Fritz-Reuter-Schule. Leider waren diese Bäder kein richtig guter Ersatz, sind sie doch nur 16 2/3 Meter lang und 3 Bahnen breit. Dazu ist das Fritz Reuter Bad eher ein Lehrschwimmbecken als ein Trainingsbecken. Im Gegensatz dazu hat das Sportbad eine Wasserfläche von 8 Bahnen mit 50 Meter Länge und einer Wassertiefe von 2 Metern.

Während dieser Zeit hatte die Abteilung doch eine starke Fluktuation. Nachdem das Sportbad, das jetzige Bad 3, fertig war, ging es mit der Abteilung wieder aufwärts. Alle Gruppen bekamen ihre angestammten Trainingszeiten und Bahnen zurück und wurden wieder von neuen und alten Schwimmern bevölkert. Die Schwimmer der Abteilung konnten schnell wieder an die alten Leistungen anknüpfen und diese sogar noch verbessern.

In Nachhinein ist zu sagen, dass dem Schwimmsport in der Stadt ein sehr schönes modernes Sportbad gegeben wurde. Es sucht im Land Bremen und in der näheren und weiteren Umgebung seinesgleichen.

Im September 2005 haben sich 8 Schwimmvereine aus dem Land Bremen, 5 aus der Stadt Bremen und 3 aus Bremerhaven, gefunden um die Schwimmsportgemeinschaft Bremen / Bremerhaven zu gründen. Die Schwimmabteilung des GTV gehörte mit zu den Gründungsmitgliedern.

Sehr schnell waren die leistungsstarken Schwimmer der SSG Bremen/Bremerhaven im norddeutschen- und deutschen vergleich erfolgreich. Sie schwammen sich regelmäßig jedes Jahr auf den Norddeutschen- und Deutschen Meisterschaften auf vordere Plätze. Ebenso schwimmt die 1. Mannschaft der SSG in der 2. Bundesliga im Deutschen Mannschaftsschwimmen.

Nach 5 Jahren Zugehörigkeit der SSG sind wir ausgetreten.

Zukünftige Planungen sehen vor, dass der GTV mit dem 1.BSSC05 eine neue Schwimmgemeinschaft, die Start-Gemeinschaft-Schwimmen, SGS Bremerhaven, am Ende des Jahres 2012 eingehen wird.

Seit Beginn der 90er Jahre veranstaltet die Schwimmabteilung jedes Jahr ein sehr erfolgreiches Schwimmfest. Zu den Highlights der Wettkampfveranstaltungen der Abteilung zählte im Februar 2009 die erfolgreiche Ausrichtung der Norddeutschen Meisterschaften der langen Strecken für den Norddeutschen Schwimmverband.

Das Angebot der GTV - Schwimmabteilung umfasst aktuell ein weitgefächertes Angebot im Breitensportprogramm: So finden Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene statt, Trainingsgruppen für Kinder jeglichen Alters, Aqua-Fitness sowie eine Seniorengruppe und "Jung- Senioren " Gruppe für Schwimmer ab ca. 30 Jahren trainieren eifrig. Auch im Leistungsbereich ist die Abteilung mit ihren Aktiven sehr präsent. Dieses Angebot hat die Abteilung über die Jahre seit der Gründung immer gehalten und wird es in Zukunft noch weiter ausbauen.

Neben dem reinen schwimmerischen Angebot bietet die Abteilung auch Aktivitäten für die ganze Familie an: Das jährliche Bosseln, die Fahrradtour zum Vatertag (nicht nur für Väter) und das Zeltwochenende für Jung und Alt zum Beginn des Schuljahres.

Zum Schluss noch etwas Statistik:

Seit November 2005 waren die verschiedenen Gruppen mit ihren Aktiven der Abteilung auf 172 Wettkämpfen mit 6653 Einzel- und 189 Staffelstarts vertreten. Insgesamt holten unsere Schwimmer seit November 2005 1009 Erste, 847 Zweite und 701 Dritte Plätze. Dabei wurden neben vordere Plätze bei den Deutschen- und Norddeutschen Meisterschaften etliche Landesmeister und Landesvizemeister Titel geholt.

 

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